Lena Lambert. Vier Gedichte
| Artist | Vladimir Romanov |
| Title | Lena Lambert. Vier Gedichte |
| Release Date | Tuesday, April 28, 2026 |
| Genre | Classical > Chamber Music |
| Composer | Vladimir Romanov |
| Songwriter | Lena Lambert |
| Copyright | © Vladimir Romanov |
| Country | GERMANY |
Promotion Text
Lena Lambert. Vier Gedichte
1. Die RückkehrNach all den Jahren läufst du durch die Straßen,die dir entgegen so vertraut lächeln,als wären sie von dir noch nie verlassen,als wolle ihre Luft dir Trost zufächeln.Vorbei an alten abgewetzten Häusern,die immer noch so majestätisch wirken,den Fluss entlang bis zur verwaisten Schleuseund dann - wie damals! - zur verrußten Kirche.Begleitet von unliebsamen Gedanken,läufst du die steilen Gassen ab und auf:im Innern weißt du, wem ist zu verdankendein einsamer und kummervoller Lauf. Du hörst den Klang verhallender Akkorde –Was willst du schon mit diesen welken Skizzen?Hier bist du fremd. Nein. Eher fremd geworden…Was glaubst du denn, hier zu besitzen?Erinnerungen! Diese kleinen Fetzenvon Bildern oder lächerlichen Fragen!Erinnerungen sind es, die dich hetzenan dem vorbei, was sie dir zugetragen!Vorbei an allen einst geliebten Türen, in die du nie mehr, niemals wieder eintrittst…Vorbei an alten unversehrten Spuren -vorbei an allem, was schon längst vorbei ist…2. Die AntwortAuch dieser Tag ist trüb. Nur dumpfe Wehmutumgibt die Stadt, liegt auf allen Wegen.An solchen Tagen, wenn auch nichts mehr weh tut,erfüllt, was früher war, die ganze Gegend.Wohin du immer blickst, vorhast zu gehen, Erinnerungen eilen die entgegen.Denn überall ist irgendwas geschehen - hier lachen wir, hier küsst du mich im Regen.Nun fragst du dich, ist jene Zeit entschwunden,als wir noch glücklich miteinander waren?Vielleicht ist's nicht zu spät? Und alte Wundensind längst verheilt in allen diesen Jahren?Vergeblich, wie ein spätes Beileidsschreiben,so wird der Regen an dein Fenster klopfen.Er hinterlässt dir an den nassen ScheibenDie Antwort mit den tränengleichen Tropfen.3. IrgendwoIrgendwo in einem fremden Hafenruhen Schiffe, schaukeln auf den Wellen.Längst verklangen Violinen, Harfen.Alles still, bloß knarrt das Kreuz auf der Kapelle.Hier im schwachen Schein der letzten Kerzenschimmern sanft vertraute Ikonen.Es ist Winter. Doch in deinem armen Herzenglühen noch die alten Visionen. Wie die seltsamen, altmodischen LaternenIn den engen, liederlichen Gassenglühen sie. Und selbst die kühle Fernelässt sie weder trüben noch verblassen. Ach, was soll’s? Nimm lieber deine Laute,stimme wohl die schlaffen, müden Saiten.Dort, wo das verkohlte Holz ergraute,lass das junge Feuer wieder gleiten.Spielen Sie, Maestro! Es ist Winter,der vergeht, wie alle Jahreszeiten.Hier ist Ihre Feder, ihre Tinte –Ihre Welt, die mit sich selbst entzweite. Als Sie gingen fort aus jenem Hafen,wo die Schiffe auf den Wellen ruhen…Längst verklangen Violinen, Harfen.Ob die Blumen irgendwann erblühen?Ob Sie wiederkehren? Irgendwann…4. Zu guter LetztZu guter Letzt noch ein gelindes Wort,in das du hoffst, einhauchen zu könnenden weit entfernten, fast vergessnen Ort,wo wir einst warn, wo alles hat begonnen.Dort schläft im Nebel winterlicher See,im Garten schluchzt die längst verlassne Laube.Dort gibt es einen H

