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Rote Spritzer

Artist Luci Trio
Title Rote Spritzer
Release Date Friday, April 24, 2026
Genre Pop > Alternative Pop
Copyright © Gehdanke Records
Country AUSTRIA

Promotion Text

Rote Spritzer

Auf dem Album ROTE SPRITZER erfindet sich das LUCI TRIO mit einem Crossover von Wienerlied und Lo-fi-Pop mit ein paar Tupfern Blues, Alt-Folk- und Jazzbruchstücken und goschert poetischen Texten sein ganz eigenes Genre. File under: Transzendentes Wiener Lied.
Eckpunkte? Triggerwarnungen? Nun, ROTE SPRITZER beginnt ‘irgendwo in den Flächenbezirken’ mit einer Überdosis und endet in einem Wirtshaus im Wienerwald zwischen Mördern und Irren. Dazwischen inszeniert das LUCI TRIO eine Tragikomödie in zwölf Szenen, die ihren Sound, die Reimlust, ihren Figurenreichtum, die pittoresken Schauplätze, die melancholischen und skurrilen Miniaturopernplots nicht bloß einer ins Kraut schießenden Phantasie und Musikalität verdankt, sondern insbesondere auch der Beobachtung dessen, was man in der Wiener Vorstadt zwischen Lugner-City, Kagran und dem Stadtrand des Unbewussten immer schon sehen und hören kann.
Schon ein kleines Inventar gibt eine Idee davon, was da auf das Publikum an Drama und Farce zukommt: Helene Fischer, Yung Hurn, ihr gemeinsamer Nachwuchs und der Deniz, der Bub vom Halalfleischhändler, die sich zwischen Hornbach, Interspar und Fressnapffiliale gemeinsam mit all den anderen ‘Bitches und Brüdern’ durchs Leben und Ableben schlagen; [...] Sie sind im Bild?
Musikalisch grundiert und gefirnisst wird dieses Stadtbild aus Träumen, Traumen, Exzess, Liebe, Vergeblichkeit, Rohypnol und zart keimender Lebensfreude, wie schon beim Vorgängerprojekt, dem Duo Musser & Schwamberger, von einer kleinen Besetzung, hier nun dem Trio aus dem Kontrabass von Gregor Aufmesser, mal akustischer, mal elektrischer Gitarre (Bernd Satzinger) und Karl Schwambergers Klarinette und vom Leben in RH5H etwas angekratzter Engerlstimme, unter das sich manchmal mehr, manchmal weniger eklektisches Zeug mischt: Verkehrt laufende Gitarren trudeln vorbei wie Kastanienblatteln im Herbstwind, zarte Bläsernebel ziehen durch und watteweiche Mellotron- und Optiganwolkerln. Rostige Synthesizer, wackelige Pianos und eine ausgeleierte Orgel fügen sich ebenso unerwartet fugenlos ins Soundbild wie Elektronikflusen, die wie der Lurch in einem abgewohnten Gemeindebauzimmer in den Ecken und Ritzen hausen, gemeinsam mit ein paar feinsinnig leisen Feedbacks, dezent besoffen wackelnden Echos und Delays, ein paar Hallfahnen, die noch vom letzten Maiaufmarsch herumliegen, und der alten Bassdrum unterm Divan. Im Hof drunten tarockieren derweil die Gespenster von Vic Chesnutt, Sparklehorse, Mingus und Schönberg, und Tom Waits und sein Haberer Marc Ribot wutzeln sich ein Jazzzigaretterl und kiebitzen.
Alles in allem zwölf kleine Operetten, provokant und sentimental, melancholisch und bissig gewitzt zugleich, inszeniert auf der Basis von Wienerlied und Lo-fi-Pop, ein bisserl Blues, Alt-Folk, Elektronikgebratzel und sogar, ui, ui, ui, ein paar Spritzern Jazz, mit Slacker-Attitude hingerotzt einerseits und mit Liebe noch zum kleinsten Detail arrangiert und gemixt andererseits.

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