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Lebendige Vergangenheit - Jose Mardones

Artist Jose Mardones
Title Lebendige Vergangenheit - Jose Mardones
Release Date 2006-09-08
Genre Classical > Choro
Copyright © Preiser Records
Country AUSTRIA

Promotion Text

Lebendige Vergangenheit

Eine der gewaltigsten Erscheinungen im Bereich der Gesangskunst stellt der spanische Bassist Jose Mardones dar. Eine Stimme von seltenem Resonanzreichtum und unerschöpflicher Tonfälle. Die Aufnahmen seiner Stimme beanspruchen höchstes Interesse als Beispiele für eine Gesangsweise, wie sie etwa noch zu Verdis Zeiten vorherrschend war. Auffallend ist die starke Verwendung. des Vibratos, jenes Stilmittels, welches in älteren Zeiten zur Erhöhung des dramatischen Ausdrucks eingesetzt wurde. Bemerkenswert erscheint auch, dass für unsere heutigen Begriffe Mardones kaum als richtiger „basso profondo" anzusehen ist. Seine Stimme zeigt deutliche Tendenz zur Höhe. Der herrliche Klang der hohen Spitzentöne (F, Fis, auch G) hat den Sänger oft dazu verleitet, sich recht freimütige Veränderungen der musikalischen Vorlage zu erlauben. Es wäre jedoch verfehlt, diese Dinge als Mängel anzusehen, wir haben es vielmehr bei solchen Extravaganzen mit Praktiken zu tun, die in früheren Zeiten durchaus gebräuchlich waren. Jose Mardones kam in der baskischen Provinz Fontecha zur Welt. Als Geburtsjahr wird meistens 1869 angegeben, nähere Daten sind bisher noch nicht bekannt geworden. Seine musikalische Ausbildung erfolgte im königlichen Konservatorium Madrid. Ursprünglich scheint er die Absicht gehabt zu haben, sich der leichteren Muse zu widmen. Seine ersten Engagements erfolgten für Operetten- und Zarzuela-Bühnen. Mardones hat auch in späteren Zeiten seine Vorliebe für die spanische National- und Unterhaltungsmusik nie verleugnet. Es gibt mehrere Aufnahmen seiner Stimme mit volkstümlichen Gesängen. 1929 hat er bei der Gesamteinspielung der Zarzuela-Oper „Marina" (Arrieta) mitgewirkt. Mardones gab sein Debüt als Opernsänger in Madrid. Verpflichtungen nach Südamerika folgten wenig später und seine Triumphe in Rio de Janeiro und Buenos Aires in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts versprachen eine glänzende Karriere. In Spanien, Portugal und anderen europäischen Ländern konnte er diese Erfolge wiederholen und kam schließlich in die Vereinigten Staaten wo er 1909 von Henry Russel für die Boston Opera verpflichtet wurde. Für die gesamte Zeit seines kurzen Bestehens blieb Mardones Mitglied dieses Opernhauses. Am 12. November 1917 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York als Ramphis in ;,Aida" und war dort für neun Spielzeiten eine führende Kraft. Berühmte Rollen seines Repertoires waren weiterhin: Mefistofele in Boitos Oper, Mephisto in Gounods „Faust", Padre Guardian in „Die Macht des Schicksals" (Mardones sang diese Rolle in der legendären Met-Aufführung mit Caruso, De Luca und der Debütantin Rosa Ponselle am 15. November 1918), … One the most impressive phenomena in the field of vocal art is the Spanish hass Jose Mardones: a voice of rare and ample resonance and inexhaustible richness. Mardones' recordings are of the utmost interest since they represent a vanished style of singing that was, for example, still predominant in Verdi's time. One is immediately struck by the use of a strong vibrato - a characteristic used in earlier times to heighten the dramatic expression. Furthermore, Mardones would nowadays hardly be considered a "basso profundo". His voice clearly tends towards the upper register and his magnificant top notes (F, F sharp and even G) often tempted the singer into an overgenerous attitude towards the musical score. Nevertheless, it would be wrong to condemn this since such extravagances were the general practice of the time. Jose Mardones was born in the Basque province of Fontecchia. The year of his birth is usually given as 1869 but no further details are known. He studied at the Royal Conservatory in Madrid and initially seems to have devoted himself to the lighter muse. His first engagements were on operetta and zarzuela stages. Even in later years Mardones never made a secret of his predilection for Spanish national music - in 1929 he took part in the complete recording of "Marina", a zarzuela by Arrieta. The singer made his operatic debut in Madrid. Engagements in South America soon followed and triumphs in Rio de Janeiro and Buenos Aires in the 1890s established him as a rising star. He repeated these successes in Spain, Portugal and other European countries before venturing to the United States, where he signed a contract with Henry Russel for the Boston Opera in 1909. Mardones stayed with the company throughout its short history. On 12 November 1917 he made his debut at the New York Metropolitan as Ramphis in "Aida" and remained a leading member of the company for nine seasons. Some of his most famous roles included Boito's Mefistofele, Mephisto in Gounod's "Faust", Padre Guardiano in "La forza del destino" (he also sang this role in the legendary performance on 15 November 1918 …