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Saxo Son

Artist Christine Jones & Magic Sax Quartet
Title Saxo Son
Release Date Friday, March 2, 2012
Genre Latin > Cuban
Copyright © yedermann productions
Country AUSTRIA

Promotion Text

SAXO son / SCHRAMMEL ton / CHRISTINE Jon es

So etwas kann auch danebengehen: Das aktuelle Musikgeschehen ist auf der Suche nach dem magisch Neuen und begreift die Welt als globales Crossover-Dorf. Manchmal sind solche Verschmelzungen komisch, selten aber wirklich gut. Natürlich gibt es zwischen Schrammelmusik und kubanischem Son wenig Übereinstimmungen, außer der Verwendung eines gemeinsamen Tonsystems, dem analogen inhaltlichen Kreisen um Liebe und Heimat und der feuchtfröhlichen Fähigkeit zum "Zuaweterzin" und „Einweimperln“. Auch der Versuch der Annäherung zwischen der Wiener Heurigenkultur und der Rum-Bar-Kultur Havannas ist so neu nicht: Bereits in den 1920er Jahren hat sich der Wiener Philharmoniker Josef Miklas als Proponent eines urbanen – und damit fruchtbaren – Multikultis erwiesen. Er begleitete über seine klassischen Orchester- und Kammermusik-Engagements hinaus als Multiinstrumentalist mit dem Schreinzer Quartett nicht nur führende Sängerinnen und Sänger des Wienerliedes, sondern rockte auch als Bandeonspieler in einer kubanischen Kapelle und zupfte in Tanzkapellen das Jazzbanjo. Miklas gilt damit als ein frühes Beispiel für die (auch wienerische) Verflechtung der musikalischen Stile, die, besonders die kubanische Musik betreffend, heute längst Gang und gäbe sind. Weder Jazz, Pop, Salsa, Afrobeat noch argentinischer Tango oder die Ghanaische High-Life wären, um einige Beispiele zu erwähnen, in ihrer heutigen Vielfalt ohne kubanische Einflüsse denkbar. Umgekehrt wäre auch die kubanische Musik ohne Fandango, Zapateo, Walzer, Menuett, Zampado, Gavotte, Country oder Mazurka kaum vorstellbar. Ursprünglich von spanischer Musik und westafrikanischer Rhythmik geprägt, fanden auch Cornetin Chinos (chinesische Holzblasinstrumente) in die kubanische Musik Einzug und werden heute noch - speziell beim Karneval in Santiago de Cuba- verwendet. Das Magic Sax Quartet aus Santiago de Cuba besteht seit 1995, spannt einen musikalischen Bogen von Jazz bis zum kubanischen Son und ist vor allem für die harmonische Verschmelzung der einzelnen Musikrichtungen sowie für seine Vielseitigkeit berühmt. Seine Liebe zur Schrammelmusik entdeckte das Ensemble durch Johann Schrammels Urenkel Peter Schrammel, der ihnen erstmals Notenmaterial schenkte. Wer die Mitwirkenden kennt, weiß: Es wird nicht zum letzten Mal sein. Hörbar ist, dass in diesem Fall zusammen gehört, was auch zusammen passt.

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