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Early Recordings 1951-1960

Artist Carlo Bergonzi
Title Early Recordings 1951-1960
Release Date 2011-01-11
Genre Classical > Aria
Copyright © Preiser Records
Country AUSTRIA

Promotion Text

Carlo Bergonzi

Bergonzi stand stets ein wenig im Schatten seiner Star-Kollegen Del Monaco, Corelli und Di Stefano und später Pavarotti. Mit ihnen konnte er es im direkten Vergleich an Kraft, Stimmschönheit, Bühnen-Präsenz und auch Publicity-Wirksamkeit nicht aufnehmen. Von der Fachwelt und den Conaisseurs wurde er für sein ausgeprägtes Stilgefühl und seine beispielhafte Gesangstechnik umso mehr geschätzt. Doch während andere Sänger ihren Zenith längst überschritten hatten blieb er einer der führenden lirico-spinto Tenöre des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt seines Repertoires standen vor allem die Opern Giuseppe Verdis, die er mit nobler und eleganter Phrasierung gestaltete. Rein stimmlich war er nicht mit überreichen Gaben bedacht worden - er war nicht das, was man ein natural nennt, seinen Erfolg musste er sich langsam und stetig erarbeiten. Aus durchschnittlichen stimmlichen Mitteln zauberte der Sänger und Interpret eine verschwenderische Palette an Farben und Schattierungen. Ähnlich Aureliano Pertile war er ein Meister des legato-Singens und seine Gestaltung von Rezitativen war, wie die seines Vorgängers, vorbildlich. Auch für die Opern Donizettis und Bellinis war er stilistisch eine ideale Besetzung, bei Puccini mag er ein wenig an stimmlicher Opulenz vermissen lassen, im französischen Fach war er nicht im selben Maße zu Hause. Als Verdi Interpretaber gibt es auch unter den Sängern der nachfolgenden Generationen kaum einen, der nicht bewundernd den Hut vor ihm zieht. Die Aufnahmen auf dieser CD beinhalten Bergonzis komplettes erstes Opern-Recital aus dem Jahr 1957, aufgenommen von DECCA. Die weiteren Ausschnitte aus den Opern „Pagliacci“ und „Simon Boccanegra“ stammen aus den Gesamtaufnahmen, die Bergonzi 1951 für die RAI eingespielt hat. Die bonus tracks mit den Arien M´apparì aus „Marta“ und wiederum O Paradiso wurden live aufgenommen und entstammen dem Programm eines „Martini & Rossi“ Konzertes aus dem Jahr 1960. - Die „L´Africana“-Arie bietet gleichzeitig einen interessanten Vergleich mit der früheren Aufnahme von 1957. Bergonzi was always standing somewhat in the shadow of his star colleagues Del Monaco, Corelli, Di Stefano and later Pavarotti. He could not compete with them in a direct comparison of vocal power and beauty, stage presence or publicity-potential. Among experts and connoisseurs, however, he was all the more valued for his strong sense of style and exemplary vocal technique. And yet - when other singers had long since passed the pinnacle of their careers, Bergonzi remained one of the leading lirico-spinto tenors of the twentieth century. His repertoire focussed primarily on Verdi’s operas, which he sang with noble and elegant phrasing. From a purely vocal point of view, he was not overly endowed by nature. He was not the kind of singer referred to as a natural, and he had to work long and hard to achieve success. But as a singer and performer he was able to turn his moderate vocal gifts into a rich sound using an extravagant palette of colours and shadings. In a manner similar to that of Aureliano Pertile, he was also master of legato singing, and, like his predecessor, structured recitatives in an exemplary manner. Stylistically, Bergonzi was also well cast in the operas of Donizetti and Bellini, for works by Puccini he may have been lacking a bit in vocal opulence. He was less at home in French opera. As far as his Verdi is concerned, there is hardly any singer who would not take off his hat to Bergonzi in admiration. The CD contains Bergonzi’s first operatic recital of 1957 recorded for DECCA in its entirety. The excerpts that follow are taken from complete recordings of the operas “Pagliacci” and “Simon Boccanegra” and were recorded in 1951 for RAI. The arias M’apparì and O Paradiso are taken from the programme of a “Martini & Rossi” concert in 1960. - The duplication of the aria from L´Africana offers an interesting comparison with the earlier version from the 1957 recital.