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Zithermusi durch's Jahr

Artist Boarische Almmusi
Title Zithermusi durch's Jahr
Release Date Wednesday, December 21, 2011
Genre German Folk > Volksmusik > Volksmusik
Copyright © Bogner
Country GERMANY

Promotion Text

Zithermusi durch's Jahr

…mit Zithermusik, „in der man das Gebirge förmlich spürt“ wie es ein Gast aus dem hohen Norden einmal in einem oberbayerischen Wirtshäusl für sich feststellte. Es ist was dran an seiner Aussage, die er dann noch ergänzte mit der Bemerkung: „Faszinierend, wie es sofort heimelig wird, wenn ich solche Musik höre, obwohl ich gar nicht von hier bin.“ Klischee? Verklärte Romantik? Gefühlsduselei? Oder ist es doch mehr als nur diese alte und weitverbreitete Meinung, eine von allgegenwärtigen Kritikern abwertend belächelte und wenig kunstvolle Musik voll triefender Alpensentimentalität? Diese Behauptung taucht bei den Geschichtsschreibern immer wieder auf, so auffällig, als hätten sie immer nur voneinander abgeschrieben. Dieses eingefahrene Denkschema ist ein Irrtum, den viele nicht erkennen oder – aus welchen Gründen auch immer – nicht erkennen wollen. Solch überkommene Vorstellungen erbaulicher Romantik sind nämlich tatsächlich existent. Wer es erlebt hat, wird es wissen. Nur das Erlebnis als solches gestattet einen Einblick und so ist es naturgemäß, dass die Wirklichkeit nicht unbedingt in der Literatur zu finden ist und schon gar nicht in den heutigen Medien. Gewünscht wird solch klischeebehaftete Wohlbefindlichkeit trotzdem von vielen Menschen (z.B. sehr ausgeprägt um die Weihnachtszeit). Ein Lebensgefühl, das nicht selten zu einem Erlebensgefühl wird, wenn man das Glück hat, dabei sein zu können. Und hier ist nicht das Zerrbild gemeint, das die Medien und manche „Künstler“ nach ihren oft persönlichen Anschauungen von Volksmusik aus den Alpen zeichnen. Die aus der Überlieferung entwachsene Musik birgt keine kommerziell verwertbare Sensation, strahlt jedoch viel innere Ruhe und Kraft aus und besticht durch allgemein verständliche notwendige Einfachheit. Nicht zuletzt deswegen wird sie vom „gemeinen“ Volk als normal, schön und natürlich empfunden. Wo wir gerade beim Natürlichen sind: „Die Natur lässt sich nicht steigern!“ Diesen klugen Satz hat schon Ludwig Thoma dem Kiem Pauli mitgegeben und führt zur Überlegung, ob Kunst im Übermaß verbessert? Kunst soll hier nicht in Abrede gestellt werden, aber – mit Verlaub – was heute alles zur Kunst und, schlimmer noch, zur Kultur gerechnet wird! Ganz vorne dabei derbes, billiges und oberflächliches Geblödel, obenauf das Krachert-G´scherte, niveaulos bis zur Peinlichkeit. Doch wer traut sich schon, gegen diese kommerzielle Unkultur Stellung zu beziehen? Dies wäre nämlich mit Unannehmlichkeiten verbunden und führt oft zum Vorwurf, als ewig Gestriger, Traditionalist oder Purist die Zeichen der Zeit nicht zu erkennen. Gerade aber diese Zeitzeichen zu erkennen führt zu den erwähnten „Titeln“. Und wer gilt schon gerne als „Zurückgebliebener“, während die Massen der Moderne, diesem vermeintlichen Fortschritt huldigen? Von was schreitet man hier fort und was erwartet uns diesbezüglich noch alles, nicht nur in der Musik? Ein unendlicher Fragenkatalog würde sich auftun, aber betrachten wir nochmals die angeblich Zurückgebliebenen bei ihrem Tun. Zunächst ist harte Arbeit zu beobachten, dabei fast immer nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen. Widerstand gegen Unsinniges, dann wieder eine gewisse Gelassenheit dem Unabänderlichen gegenüber, eine große Liebe zur Heimat und bald schon eine tiefe Freude an eigener Musik. Von überschäumender Lebenslust bis hin zur stillsten Einkehr reicht das Repertoire der Musikanten und Sänger aus dem Volk. Und es sind viele dabei, die halten es mit Goethe, dessen Werk zu den Höhepunkten der Weltliteratur gezählt wird. Er meinte: „Ein Bursch, der eine Zither und Stimme hat, schlägt sich überall durch!“ Dies gilt vielleicht auch für den aufdringlichen Kulturdschungel von heute und morgen. Es sind nicht nur Burschen, wie wir heute wissen und wir von der Boarischen Almmusi, Brigitte Müller, Simone Lahner und Manfred Wörnle möchten niemandem etwas aufdrängen....

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