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Im Waldstandl

Artist Boarische Almmusi
Title Im Waldstandl
Release Date Tuesday, August 30, 2016
Genre German Folk > Volksmusik > Bayrische Volksmusik
Copyright © Bogner Records
Country GERMANY

Promotion Text

Echte bayrische Volksmusik - Instrumental

Schon auf dem Weg zum heimlichen Jagastandl spürt, riecht, sieht und hört man nur noch Natur. Nur wenige Meter neben dem hektischen Alltagsgetriebe offenbart sich eine ruhige, jedoch auch spannende Welt. Ludwig Thoma fällt mir dann immer wieder ein, der bei morgendlicher Pirsch zu Kiem Pauli gesagt haben soll, dass sich die Natur nicht steigern ließe. Der Pauli wünschte sich damals in erhebender Morgenstille als Krönung Bruckners 5. Sinfonie. Die Natur vermag – ohne jegliches zutun – Wahrnehmungen zu fördern und Sinne zu schärfen. Und wenn sich dann in der Morgendämmerung die ersten zaghaften Versuche der gefiederten kleinen Freunde zu einem Jubilieren steigern, glaubt man dem Schöpfer besonders nahe zu sein. Sehr viel öfter als Wild trägt der rechte Jägersmann diese Beschaulichkeit mit nach Hause und vielleicht auch ab und zu eine Melodie oder Gedanken zu einem Liad´l. Aber zur rechten Zeit zeigt die Natur auch ein wildes, ungestümes Verhalten. Das Wetter zuerst, und wenn dann der Bock treibt, die Hirsche röhren oder die Gams in der Brunft wie der Leibhaftige selbst über Felswändeund Kare prasseln, dann weicht Beschaulichkeit schnell den Urgewalten. Beste Inspiration also für rassige Tanzl oder schneidige Gsangl. Und dann braucht es in jedem Fall die richtige Menge an Gespür, um erlebtes passend umzusetzen in eine klingende Geschichte. Wem die Bandbreite des Angebotes aus der Natur unserer Heimat zu wenig ist, wird andernorts nichts besseres, nur anderes finden. So ist es in vielen Dingen, auch in Lied und Musik. In so einem Waldstandl stellen sich derartige Überlegungen gerne ein. Überlegungen z.B. auch über den Begriff einer „almerischen Musi“, der sich nährt aus den jeweiligen Gefühlen und Auffassungen des Einzelnen. Wer es aus wissenschaftlich berufenem Munde wissen will, der wende sich an den unvergessenen Prof. Kurt Huber und seinen Aufsatz über das almerische Singen. Jedenfalls stand das Wissen um die Existenz – nicht nur des Begriffes – Pate bei der Namensgebung der Boarischen Almmusi. Es soll nicht mehr, aber auch nicht weniger sein als eine almerische Musi, betrieben alleine aus Freude am klingenden Ausdruck. Und sie haben allerhand schöne Stunden erleben dürfen, die „Gründungsmitglieder“ der Boarischen Almmusi. Fein aufgeteilt über Bayern waren Brigitte und Pit Müller aus Mühldorf, Simone Lahner aus Holzhausen bei Tittmoning, Annemie, Markus und Manfred Wörnle aus Mittenwald. In der heutigen Besetzung spielen das Ehepaar Albert und Simone Lahner, daheim am Hochberg bei Siegsdorf und Manfred Wörnle in unterschiedlicher Trio-Besetzung. Nach einem emotional außergewöhnlich schönen Erlebnis im Münster der Fraueninsel im Chiemsee wurden die drei Musikanten mit einem feinen Lob bedacht. Eine Besucherin des von Marlene Anner und Siegi Götze „eingesagten“ Adventsingens verglich, sichtlich berührt, die Weisen der Boarischen Almmusi mit seltenen heimischen Orchideen. Diese botanischen Kostbarkeiten bleiben den meisten verborgen. Ihr verstecktes Blühen kann man durchaus als Selbstschutz verstehen. Auch darüber lässt sich im Waldstandl (und nicht nur dort!) wunderbar sinnieren, genauso wie über die Juchezer, die aus überschäumender Lebensfreude auf die schneidigen Tanzl des Trios ihren Weg aus heiterem Gemüt suchten. Das wohl Wertvollste, das dem eingängigen Klingen inne wohnt – eine tiefe Freude am Tun und Erleben.

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