Promotion Text
Two and a Harp Man
Der Schweinfurter Anton Mangold (* 1991) ist ein künstlerisch schillernder Zeitgenosse: Nachdem er im Alter von acht Jahren begonnen hatte, Harfe zu lernen, wechselte er noch während seiner Schulzeit als Jungstudent an die Musikhochschule Würzburg. Während der Zeit seines dortigen Harfen-Studiums studierte er Jazz-Saxophon an den Hochschulen in Würzburg und Köln. Seine künstlerische Doppelbegabung und musikalische Verortung sowohl im Bereich der Abendländischen Klassischen Musik und dem des Jazz bzw. der Improvisation – man kann Anton in Konzerten sowohl eine Scarlatti-Sonate als auch Musik von Pat Metheny interpretieren hören – mußte dann wohl fast zwangsläufig zu Projekten wie Two and a Harp Man führen.Anton Mangold, Gitarrist Yuxiang Zhang und der Schlagzeuger Umberto Odone lernten sich in Würzburg kennen, arbeiteten intensiv in verschiedenen Projekten zusammen und komponierten dann auch die Stücke für die vorliegende Trio-Besetzung. Die Aufnahmen entstanden innerhalb von tatsächlich nur zwei Stunden. Das Ergebnis und die Qualität der Session überraschte die Musiker selbst und überzeugte sie davon, dieses Projekt intensiv voranzubringen.Die Harfe ist auch heute immer noch kein übliches Jazz-Instrument. Einer der ersten Musiker, die die Konzertharfe in den Jazzbereich einführten, war der Deutsche Jonny Teupen. Dorothy Ashby und später u.a. Alice Coltrane führten den Weg dann musikalisch weiter. Die Musik von Anton Mangolds Two and A Harp Man unterscheidet sich von deren Projekten jedoch deutlich. Anton beweist eindrucksvoll, daß die Harfe im Jazzbereich mehr ist als nur ein exotischer Klang. Mit Virtuosität und Improvisationskunst läßt er in seinen Konzerten immer wieder eine ganz besondere Atmosphäre entstehen – und er schafft es, scheinbar ähnliche Klangstrukturen wie die der E-Gitarre und die seiner Harfe so zu arrangieren, daß die Klangwelten beider Instrumente sich eigenständig und ergänzend zusammenfügen. Und wo ist der Baß in diesem erstaunlichen Trio? Er ist abwesend – und niemand vermißt ihn.Anton Mangold erhielt 2017 den Kulturförderpreis der Stadt Schweinfurt und den Jungen Deutschen Jazzpreis mit dem Anton Mangold Quartett in Osnabrück, 2021 den 2. Bandpreis und den Solistenpreis beim Jungen Münchner Jazzpreis und 2025 den ersten Preis beim Steinway Solo Piano Wettbewerb in Frankfurt und als Mitglied des Quartetts von Shuteen Erdenebataar 2024 den Deutschen Jazzpreis.