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Lebendige Vergangenheit - Alexander Kipnis

Artist Alexander Kipnis
Title Lebendige Vergangenheit - Alexander Kipnis
Release Date Thursday, August 31, 2006
Genre Classical > Choro
Copyright © Preiser Records
Country AUSTRIA

Promotion Text

Lebendige Vergangenheit

Die Kunst des zwischen den beiden Weltkriegen international erfolgreichen und gefeierten Bassisten Alexander Kipnis zeichnete sich vor allem durch eine unfehlbare technische Beherrschung der stimmlichen Mittel aus. Besonderes Kennzeichen war dabei eine fast unbeschränkt scheinende Farbskala der von einer gewaltigen Stimme getragenen dramatischen Ausdrucksfähigkeit. Sie erlaubte dem Sänger stets das notwendige Ebenmaß zu finden und die wie eine Orgel dröhnende Klangpracht seines schwarzen Basses nach Belieben mit technischer Vollkommenheit einzusetzen. Das ergab eine Vielfalt der künstlerischen Aussage, die sich auch in dem weitgespannten Bogen seiner vielen Bühnenrollen und ebenso im Ausmaß seines umfangreichen Liedrepertoires jederzeit bemerkbar machte. Eine erstaunliche Pianotechnik erlaubte es diesem vielseitigen Künstler kraftvolle stimmliche Ausbrüche mit der Zartheit nachfolgender Stimmungsbilder nahtlos zu verbinden. Sie diente aber ebenso dazu Hintergründiges und Verborgenes deutlich zu machen. Hinzu kam die gutturale Färbung bei der Wortbehandlung, welche in der russischen Muttersprache des Sängers begründet lag, die jedoch niemals störte, sondern eher den Reiz dieser außergewöhnlichen Bass-Stimme noch erhöhte. Alexander Kipnis wurde am 1. Februar 1891 in Shitomir in der Ukraine geboren. Ob­ wohl seine schöne Knabenstimme schon frühzeitig Beachtung fand, beschloss er Kapellmeister zu werden und besuchte das Konservatorium in Warschau, wo er 1912 die Kapellmeisterschule mit Auszeichnung absolvierte. Doch dauerte es nicht lange, dass er gleichzeitig seine allseits bewunderte Stimme ausbilden ließ und sich schließlich ganz dem Gesangsstudium widmete. Nach seiner Warschauer Lehrzeit setzte er bald seine Studien bei Ernst Grenzebach in Berlin fort. Mit Beginn des Krieges wurde Kipnis als gebürtiger Russe interniert und avancierte bald zu einem nicht unpopulären Sänger in den deutschen Internierungslagern. Diese äußeren Umstände hinderten den jungen Sänger jedoch nicht daran, trotzdem 1915 an der Hamburger Oper zu debütieren... The artistry of Alexander Kipnis, the celebrated Russian bass whose career reached its zenith between the two world wars, was distinguished by infallible technical control of his vocal material. This allowed him to find the necessary consistency of tone production to permit the organ-like splendor of his dark voice to unfold at his bidding. A special characteristic was the apparently limitless range of colors in a powerful voice capable of sustained dramatic statements. The result was a diversity of artistic expression which was reflected in the broad range of his many stage opera roles and also in his extensive song repertory. His astonishing ability to sing softly enabled him to seamlessly connect dramatic outbursts with delicately colored lyric passages. It also served him well in moments demanding a cryptic 9r secretive atmosphere. In addition to this came the guttural handling of words, a characteristic of his mother tongue, which never distracted, indeed rather heightened the attractiveness of his extraordinary voice. Alexander Kipnis was born on February 1, 1891 in Shitomir, Ukraine. Although bis voice was admired even as a child, he decided to become a conductor and enrolled at the conservatory in Warsaw, studying voice at the same time. After bis graduation with honors in 1912, he devoted himself entirely to singing and continued bis vocal training with Ernst Grenzebach in Berlin. At the beginning of the First World War Kipnis was interned as an enemy alien. In spite of this he was able to make bis debut at the Hamburg opera in 1915 and became...